Kompressionssack mit Goretex-Einlage


Ein Kamerad hatte mich mit der Entwicklung eines Kompressionssacks für Schlafsäcke beauftragt. Er sollte natürlich unkaputtbar sein, so wasserdicht wie nur irgend möglich und sollte auch große Winterschlafsäcke in Handtaschenformat bekommen.

Unkomprimiert hat er die Maße eines "normalen" Kompressionssacks wie wir sie kennen.


Der Sack ist aus 1100DEN Cordura, was an sich schon recht wasserfest ist dank seiner Beschichtung. Aber da der Stoff an mehreren Stellen Nähte hat, haben wir hier natürlich Feuchtigkeitsbrücken.


Also hat der Sack ein Inlay aus (Original) Goretex. Das Inlay ist dabei als "Sack im Sack" angelegt, es teilt nur eine Naht (zur Befestigung) mit dem Aussensack, folglich kann hier keine Feuchtigkeit durchlaufen. Beide Säcke haben einen Kordelzug um sie oben zumachen zu können, beide laufen durch kräftige Ösen damit nichts ausreisst.

Kommen wir zur Kompression: Zunächst komprimiert man den Umfang des Sacks über einen Schnürzug wie von einem Corsett (alle die nicht wissen wie man ein Corsett aufmacht... euch ist was entgangen). Damit kann man den Umfang schonmal enorm verschmälern. Danach zurrt man die Kompressionsriemen fest - einen nach dem anderen, immer Stück für Stück rundum. Da mein System nicht auf umlaufende Gurte setzt, schneiden sie auch nicht in den Schlafsack ein sondern komprimieren den Schlafsack tatsächlich.


Auf dem letzten Bild sieht man im Vergleich zur Haushaltsschere wie sehr hier Kompression möglich ist. Übrigens... der Schlafsack den ich hier nutze ist ein 200cm Anjungilak Tyin Winter, nicht gerade ein kleiner Schlafsack. Einen Defense4 bekommt man damit natürlich nochmal ne ganze Spur kleiner, der passt dann in jeden Rucksack. 



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